Das neue „Schlachtschiff“ aus der Echo-Familie von Amazon

Zugegeben: Ich mochte die Sprachassistentin von Amazon die auf den schönen Namen „Alexa“ hört, von Anfang an. Ich hoffe, dass ich trotzdem eine faire und objektive Beurteilung abgeben kann.

Als langjähriger Primekunde hatte ich bereits seit Ende 2016 den großen Echo. Ich nutzte ihn hauptsächlich zum Radio hören. Ohne die Existenz des Echos hätte ich mir wahrscheinlich ein Gerät gekauft mit dem ich Web-Radio im Schlaf- und im Arbeitszimmer hätte hören können. Nach und Nach zogen mehrere Echo-Dots in meine Wohnung, insgesamt habe ich vier Stück davon. Einer kam ins Wohnzimmer wo ich mittels Klinkenstecker diese kleine niedliche Dose an eine Stereoanlage koppeln konnte.

Einen Tag nach dem Erscheinen des Echo-Shows hielten gleich zwei Exemplare Einzug in meine Wohnung. Während ich zunächst nur einen einen in weiß wollte, überredete meine Tochter mich, auch in ihrem Kinderzimmer einen hinzustellen (in schwarz). Nun waren 2 x 219,99 EUR nicht gerade ein Pappenstil aber auf Grund der Tatsache, dass Amazon beim Kauf von zwei Geräten einen Nachlass von 100,00 EUR einräumte, durfte auch meine Tochter sich über einen Echo freuen.

Nach dem Auspacken ging alles ganz schnell: Es dauerte vielleicht 2-3 Minuten bis der Echo betriebsbereit war – eindeutlicher Fortschritt gegenüber den anderen Modellen.

Nun zu den Einzelheiten:

Das Gewicht schlägt mit ca. 1.200 g zu Buche, ist also nicht gerade ein Leichtgewicht.

Der Echo-Show hat Abmessungen von 187 x 197 x 90 mm und wirkt etwas klobig. Der 7 Zoll LCD-Bildschirm ähnelt einem kleinen Tablet.

Mit eine eingebauten 5MP-Kamera kann man per Sprachbefehl Fotos aufnehmen und auf Prime-Video hochladen.

Der Sound ist gut, von meinem Empfinden kommt er aber nicht ganz an die Qualität des ersten Echos heran.

Der Bildschirm ist berührungsempfindlich. Etwaige Änderungen an den Einstellungen können daher spielend leicht auf dem Touchscreen vorgenommen werden. Auf der Oberseite befinden sich drei Knöpfe für „laut“, „leise“ und für das Stummschalten des Mikros.

Insgesamt habe ich das Teil lieb gewonnen, würde mir aber wünschen, dass das Angebot der Video-Skills zügig ausgebaut wird. Video-Skills wie „Heute-Express“ oder „Tagesschau in 100 Sekunden“ sind schon sehr gut, allerdings vermisse ich „YouTube“, was in Deutschland leider noch nie auf dem Echo-Show verfügbar war.

Prima dagegen finde ich, dass z.B. die Suche nach Zugverbindungen und dem Wetter visuell untermalt werden.

Benutzt man das Teil gerade nicht, sieht man den „Startbildschirm“ mit aktuellen Nachrichtenschlagzeilen. Bei Bedarf kann man „Alexa“ hierzu nähere Informationen herauslocken.

Das Hintergrundbild kann über die Alexa-App auf dem Smartphone jederzeit geändert werden.

Um den Stromverbrauch zu reduzieren kann man mittels dem Befehl „Alexa, Bildschirm ausschalten“ diesen deaktivieren. Allerdings lohnt sich das nur, wenn man den Raum für längere Zeit verlässt, da „Alexa“ auf Bewegung im Raum reagiert und dann sofort den Bildschirm wieder einschaltet.

Im Gegensatz zum Echo-Plus hat der Echo-Show kein Zigbee an Bord, kann aber über eine Bridge z.B. Lampen von Philipps Hue ohne Probleme ansteuern. Ich habe davon drei in meinem Haushalt, die Steuerung funktioniert ohne Probleme.

Der größte Zugewinn ist aber die Videotelefonie:

Mit den beiden Echo-Shows kann ich untereinander ohne Probleme visuell kommunizieren. Ein „Schwenken“ des Kamerabildes ist naturgemäß nicht möglich.

Das gleiche gilt wenn ich von meinem Smartphone aus, über „Drop-In“ die entsprechende Device ansteuern möchte. Natürlich funktioniert auch der umgekehrte Weg vom Echo-Show auf ein Smartphone. Für Gespräche außerhalb des eigenen Haushalts („Drop-In“) ist es wichtig, dass sich die Rufnummer des Angerufenen nicht nur in der eigenen Kontaktliste befindet sondern dass diese auch bei Amazon verifiziert wurde.

Ein Nachteil bei der Konnektivität: Ein Anschluss an andere Geräte (z.B. höherwertige Lausprecher) ist „nur“ über Bluetooth möglich. Ein Klinkenstecker wie z.B. der Echo-Dot hat der Echo-Show leider nicht.

Hier mein Kurzfazit:

Positiv:

  • Videotelefonie ist möglich
  • Visuelle Darstellung von Skills wie „Heute Express“, „Tagesschau in 100 Sekunden“, etc.
  • guter Sound
  • optisch ansprechend
  • Unterstützung von „Prime-Video“ und „Prime-Photo“

 Negativ:

  • keine Unterstützung von „YouTube“ oder „Netflix“
  • noch zu wenig Videoskills
  • kein Klinkenstecker für Anschluss an externen Lautsprecher

Kaufempfehlung: Trotz der Einschränkungen ja, in der Hoffnung, dass es zukünftig mehr Skills für die visuelle Nutzung gibt.

 

 

 

 

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